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Claus Haupt
 
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Historie der Psychoonkologie                                                                   

 
Schon immer hat man sich in Einzelfällen um die psychologische Begleitung und Betreuung Krebskranker gekümmert. Bereits in der Zeit von 1850 bis 1900 sind besonders in der englischen Krebsgesellschaft einige psychoonkologische Sicht- und Herangehensweisen in der Literatur dokumentiert.

So schreibt beispielsweise 1856 der Autor Walsh im Hauptlehrbuch seiner Zeit, es sei offensichtlich , dass emotionale und soziale Aspekte einen Hauptfaktor in der Verursachung und im Verlauf des Krebses darstellen.

Mit dem Durchbruch der modernen Chirurgie jedoch, insbesondere dadurch, dass sie schmerzlos und aseptisch geworden war und ihr Augenmerk genauso wie die Strahlentherapie auf den Krebs als ein lokales Geschehen fokussierte, verschwand um 1900 das zuvor noch verbreitete Wissen darum, dass Stress und emotionale und soziale Faktoren eine Krebsentwicklung begünstigen, innerhalb von 5 Jahren aus den Lehrbüchern.

Im wissenschaftlichen Rahmen richtete sich die Aufmerksamkeit erst wieder etwa ab 1950 zunächst vornehmlich darauf, in welchem Zusammenhang psychologische und psychodynamische Faktoren mit der Krebserkrankung in Beziehung stehen. Vorreiter waren hier, Bahnson und Lawrence LeShan etwa ab 1956.

Mit dem Erscheinen des Buches „ Wieder gesund werden“ von O. Carl Simonton, Stephanie Matthews Simonton und James Creighton im Jahre 1978 in den USA und 1982 in Deutschland begann der Begriff Psychoonkologie langsam eine Kontur anzunehmen. Dieses Buch mit dem Untertitel “Eine Anleitung zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte für Krebspatienten und ihre Angehörigen“ gab sicherlich den wichtigsten Impuls in dieser Zeit. Hier wurde jetzt der Blick mehr darauf gelenkt, den Betroffenen Hilfestellungen an die Hand zu geben, eigene Ressourcen und Potentiale zu aktivieren, sich Wege zu erschließen, mit verschiedenen Entspannungstechniken u.a. einen Gegenpol zu setzen gegenüber unterschiedlichsten Stresseinflüssen und -situationen, nicht zuletzt gegenüber den krankheits- und behandlungsbedingten Stressfaktoren.
 
In Deutschland hat sich die Gruppe um Erhard Beitel an der Ruhr Univ. Bochum sehr darum verdient gemacht, die Anregungen von Simonton aufzugreifen und zu einem Programm weiterentwickeln, das sich hervorragend für den Einsatz in Gruppen eignet.

 
Titel: „Bochumer Gesundheitstraining“ - Ein Trainingsprogramm zur Unterstützung der natürlichen Heilkräfte bei Krebs und anderen Erkrankungen- 1983.

Im gleichen Jahr gründete sich die „Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie – dapo“. Ein weiterer wichtiger Schritt. Hat diese Vereinigung doch in den folgenden Jahren nicht nur auf den jährlichen Tagungen eine wichtige Plattform für regen Austausch und wegweisende Impulse geboten, sondern darüber hinaus auch zur Etablierung wesentlicher Standards und Weiterbildung beigetragen. Darüber hinaus hat sie auch maßgeblich die Akzeptanz der psychosozialen Betreuung im wissenschaftlichen Klinikbetrieb vorangetrieben. In diesem Sinne sind nach und nach noch weitere Institutionen und Gruppen, wie die Psychosoziale Nachsorgeeinrichtung“ in Heidelberg und in den folgenden Jahren bis heute noch unzählige weitere Initiativen maßgeblich tätig geworden.

Ich selbst habe 1983 im Rahmen meiner Tätigkeit in der „Psychosomatischen Sprechstunde“ der Universitäts Frauenklinik der FU Berlin begonnen ca 15 wöchige Gruppentrainingsprogramme auf der Basis der Bochumer Gruppe anzubieten. Siehe Vortrag auf dem 14 Kongress für „Psychosomatische Gynäkologie und Geburtshilfe“ in Köln 1985. In den folgenden Jahren habe ich diese Arbeitsweise dann auf den Folgekongressen in Gruppenarbeit Gynäkologinnen vermittelt um eine Verbreitung psychoonkologischer Vorgehens- und Sichtweisen besonders im Rahmen gynäkologischer Kliniken und Praxen zu initiieren.
 
Inzwischen sind die wesentlichen Aufgaben neben der reinen Patientenbetreuung darin zu sehen, sowohl einerseits Standards in der Ausbildung von Psychoonkologen umzusetzen als auch darüber hinaus dafür zu sorgen, dass eine immer bessere Integration in klinische Abläufe und in Nachsorgeeinrichtungen gewährleistet ist.
 
 
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